Dionaea muscipula (Venusfliegenfalle)


Zwar wird die Venusfliegenfalle (Dionaea) als "Einsteigerpflanze" angepriesen, meine jedoch sind dann und wann ganz schön zickig und nicht so anspruchslos wie z. B. der Sonnentau.

Faszinierend ist an der Dionaea auf jeden Fall die Fangmethode: Ein Insekt fliegt oder läuft über die "Fühlborsten" im Inneren der Falle, die sekundenschnell reagiert und zuschnappt. Das Insekt ist gefangen. Die Zahnung der Venusfliegenfalle (je nach Art kurz oder lang) verhindert das Entkommen und je mehr sich das Opfer wehrt, desto fester drücken sich die Fallenhälften zusammen. Der Verdauungsprozess beginnt, und nach wenigen Tagen findet man in der geöffneten (wieder fangbereiten) Falle lediglich den Chitinpanzer des Insektes, bereit für das nächste Opfer.

Der richtige Standort:
Die Dionaea liebt direkte Sonne und steht bei mir am Südfenster. Die Fallen färben sich bei genügend Sonnenstrahlen tiefrot, jedoch nicht bei jeder Art.

Dionaea muscipula "all green"         Dionaea muscipula "red purple"

  
Dionaea muscipula "red piranha" mit dunkelroten Blättern und Fallen

Eine hohe Luftfeuchtigkeit mag die Venusfliegenfalle zwar gerne, braucht sie aber nicht zwingend. In einem sog. Zimmergewächshaus habe ich nur frisch geteilte Pflanzen für wenige Tage, damit sie sich schneller erholen.

Neben einem vollsonnigen Platz auf der Fensterbank braucht die Dionaea Wasser. Kalkfrei! Am besten Regenwasser, alternativ destilliertes Wasser, und zwar viel davon. Die Venusfliegenfalle liebt "nasse Füße", darum stehen all meine Pflanzen in ausrangierten Plastikschüsselchen mit hohem Rand.
Nie austrocknen lassen!

Bzgl. der Vermehrung habe ich nur Erfolg mit der Rhizomteilung. Stecklingsvermehrung hat bei mir ebensowenig funktioniert wie das Aussähen von Samen. Vielleicht bin ich auch einfach zu ungeduldig oder mache etwas falsch, keine Ahnung.
Die Rhizomteilung nehme ich dann vor, wenn ich die Pflanze sowieso gerade umtopfen muss. Je nach Gefühl schneide ich das Rhizom mit einem scharfen Messer durch oder aber es hat sich schon ein zweites Rhizom gebildet, das breche ich dann vorsichtig ab.
Weder beim Schneiden noch beim Abbrechen desinfiziere ich irgendetwas. Und bislang sind keine meiner Schützlinge eingegangen, sondern blühen ein Jahr später fröhlich vor sich hin.
Blütenstängel schneide ich meistens während des Wachstums ab, da dieser Vorgang der Venusfliegenfalle sehr viel Energie kostet (was meist auf Kosten der Fallenbildung geht) und bei mir die Samengewinnung eh nicht klappt. Die Blüte ist jedoch ein sicheres Zeichen dafür, dass die Pflanze richtig kultiviert wird!

Ich achte übrigens darauf, dass die Fallen IM Topf sind, nicht drüberhängen oder an den Rand stoßen. Ist dies der Fall heißt es: UMTOPFEN.
Das geht bei der Dionaea (im Gegensatz zur Drosera) recht flott. Darauf zu achten ist lediglich, dass man die Fallen nicht reizt und diese dann zuklappen.
Einfach die Pflanze von oben unterhalb der Blätter packen, mit der anderen Hand den alten Topf festhalten und etwas rütteln. Schon hat man die Pflanze mit einem Ballen Torf in der Hand. Den Torf dann entfernen, Rhizom evtl. teilen und die Pflanze in einen neuen Topf voll mit nassem Torf einsetzen. Die Wurzeln nicht abbrechen oder abknicken.
Mit dem "alten Torf" kann man dann den neuen Topf zusätzlich auffüllen. Festdrücken. Fertig.


Hier noch einige Bilder meiner Lieblings-Dionaea:


Dionaea Red Piranha  & Dionaea Red Burgundy
(beide vom Karnivoren-Experten Ulrich! Vielen, vielen Dank nochmal!!!)


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Fleischfressende Pflanzen
fressen KEIN Fleisch.
Zitronenfalter
falten ja auch keine Zitronen!
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